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Verschiedene Färbearten von Textilien im Überblick

Welche Färbearten von Textilien gibt es eigentlich? Diese Frage stellen sich zahlreiche Menschen. Kein Wunder, denn Stoffe und Garne sind unterschiedlich. Entsprechend müssen es auch die einzelnen Verfahren sein. Dennoch kommen meist einige wenige Färbearten für Textilien zum Einsatz. Fünf von ihnen sollen im nachfolgenden Überblick vorgestellt sein.

Inhaltsverzeichnis:

Diese Färbearten gibt es
Das sollten Sie noch zum Färben von Textilien wissen

 

Diese Färbearten gibt es

Stückfärbung: Bei der Stückfärbung wird der komplette Stoff erst nach dem Webvorgang mit den gewünschten Partikeln angereichert. Dabei ist das Garn oder der Stoff häufig nur oberflächlich mit Farbe beschichtet. Eine Durchfärbung findet in der Regel nicht statt.

Garnfärbung: Ist von der Garnfärbung die Rede, wird das Garn vor dem verarbeitenden Webprozess in der Regel direkt auf der Spule gefärbt. Ähnlich wie bei der Stückfärbung findet dieser Prozess größtenteils nur oberflächlich statt. Daher kann es bei intensiver Nutzung schneller zu Abnutzungserscheinungen wie einem Farbverlust oder weißen Streifen kommen.

Reaktivfärbung: Für die Durchführung der Reaktivfärbung wird eine spezielle Base wie etwa Natronlauge benötigt. Ein Elektrolyt ist für den Vorgang außerdem essenziell. Bei ihm handelt es sich hauptsächlich um Natriumchlorid oder Natriumsulfat. Diese Bausteine werden je nach Farbstoff bei unterschiedlichen Temperaturen in die Flotte gegeben. Dabei stellt das sogenannte Ausziehverfahren den wichtigsten Färbevorgang dar. Zugleich gibt es im Rahmen der Reaktivfärbung auch das Klotzverfahren. Dabei kommt das zu färbende Material mit der Flotte in Kontakt. Das erfolgt über einen Zeitraum von mehreren Stunden. Heiße Luft oder Dampf unterstützt den Vorgang. Jedoch ist auch die Fixierung bei Raumtemperatur möglich.

Indanthrenfärbung: Im Rahmen der Indanthrenfärbung lassen sich besonders wasch- und lichtechte Farbstoffe verarbeiten. Dabei handelt es sich beim Wort Indanthren um eine Bezeichnung für echte Farbstoffe. Sie lassen sich über das spezielle Verfahren fixieren. Jedoch erhalten die Fasern bereits vor dem Spinnen zu Garn ihre finale Farbe. Die Pigmente sind dabei wasserunlöslich, wobei sich deren tatsächliches Erscheinungsbild erst nach der finalen Oxidation zeigt.

Spinndüsenfärbung: Das Spinndüsenfärben beschreibt eine Färbeart, für die die Beimischung einer Polymerlösung nötig ist. Der Farbstoff wird ihr beigemischt, bevor die Fasern gesponnen werden. Dadurch werden sie von der Spinndüse tiefengefärbt ausgegeben. Dadurch ist die Spinndüsenfärbung besonders effizient. Schließlich verzichtet sie auf einen kompletten Verarbeitungsschritt.

 

Das sollten Sie noch zum Färben von Textilien wissen

Wenn von den unterschiedlichen Färbearten von Textilien die Rede ist, darf auch ein Blick auf die verwendeten Mittel nicht fehlen. Diese variieren je nach gewünschtem Ergebnis, aber auch aufgrund der individuellen Eigenschaften der Stoffe und Garne. Zusätzlich ist die Zusammenstellung der Inhaltsstoffe flexibel. Sie können organischer oder synthetischer Natur sein. Eine Kombination ist je nach Hersteller ebenfalls möglich.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass sich nicht alle Stoffe gleich gut färben lassen. Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen sind so beispielsweise unempfindlicher als Angorawolle. Auch die Eigenschaften von Mischgewebe variieren. Daher sollte die Färbeart stets an den zu bearbeitenden Rohstoff angepasst werden.

Doch egal, welche Mittel zum Einsatz kommen - auf Qualität ist beim Färben stets zu achten. Sie sichert einerseits ein überzeugendes Ergebnis. Andererseits stellt sie die Basis für eine dauerhaft hohe Farbintensität dar. Auch nach regelmäßigem Waschen bleiben die gefärbten Stoffe und Garne dank ihr optisch ansprechend.

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