Zuletzt überarbeitet am 04.02.2026
Immer mehr Produkte aus dem Lebensmittel- und Haushaltsbereich tragen heute die Kennzeichnung „BPA-frei“. Vielleicht ist dir dieser Begriff schon begegnet und du hast dich gefragt, was genau dahintersteckt. In diesem Beitrag erfährst du, was BPA eigentlich ist, wo es vorkommt und warum es sinnvoll ist, im Alltag bewusst zu BPA-freien Produkten zu greifen.
Was ist BPA?
BPA ist die Abkürzung für Bisphenol A – eine chemische Verbindung, die bei der Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Besonders häufig kommt BPA in Trinkflaschen, Lebensmittelverpackungen und in der Innenbeschichtung von Konservendosen zum Einsatz. Dort wirkt es als Weichmacher: Es verhindert, dass Kunststoff spröde wird, und sorgt dafür, dass Produkte formstabil, langlebig und flexibel bleiben. Auch die Biegsamkeit vieler Kunststoffprodukte ist auf den Einsatz von Bisphenol A zurückzuführen.
Was heißt BPA-frei?
Wenn ein Produkt als BPA-frei gekennzeichnet ist, bedeutet das, dass bei seiner Herstellung kein Bisphenol A verwendet wurde. Das gilt sowohl für den Kunststoff selbst als auch für Beschichtungen, Klebstoffe oder andere Bestandteile, die mit Lebensmitteln oder Getränken in Kontakt kommen. Für dich als Verbraucher heißt das: Das Risiko, dass hormonell wirksame Stoffe aus dem Material auf Essen oder Getränke übergehen, ist deutlich reduziert.
Gerade bei Produkten des täglichen Gebrauchs – wie Trinkflaschen, Brotdosen, Vorratsbehältern oder Küchenutensilien – bietet die BPA-frei-Kennzeichnung eine wichtige Orientierungshilfe. Sie zeigt, dass der Hersteller auf einen umstrittenen Stoff verzichtet und stärker auf gesundheitliche Unbedenklichkeit setzt. Trotzdem lohnt es sich, auch bei BPA-freien Produkten auf Qualität und den vorgesehenen Einsatzbereich zu achten, etwa bei Hitzeeinwirkung oder langer Lagerung von Lebensmitteln.
Welche Auswirkungen hat BPA auf den menschlichen Organismus?
Problematisch wird BPA vor allem dann, wenn Kunststoff erhitzt wird. Dabei können sich kleine Mengen des Stoffes lösen und auf Lebensmittel oder Getränke übergehen. Wird beispielsweise eine BPA-haltige Plastikflasche über längere Zeit Wärme oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann BPA ins Wasser gelangen. Aus diesem Grund solltest du heiße Getränke niemals in Behälter aus Polycarbonat füllen – das gilt ebenso für warme oder stark erhitzte Lebensmittel.
Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass BPA Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Auch das Umweltbundesamt war an entsprechenden Untersuchungen beteiligt und kommt zu klaren Ergebnissen: Bisphenol A wirkt ähnlich wie bestimmte körpereigene Hormone, allerdings in einer für den Organismus problematischen Dosis. BPA zählt zu den sogenannten endokrinen Disruptoren, also Stoffen, die das Hormonsystem beeinflussen können. Besonders für Schwangere kann BPA negative Folgen haben, bei Kindern kann es die körperliche Entwicklung beeinträchtigen. Zudem stehen BPA-haltige Produkte im Verdacht, das Risiko für Diabetes, Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Gerät der Hormonhaushalt dauerhaft aus dem Gleichgewicht, kann auch das Krebsrisiko steigen. Ebenso kann die Fruchtbarkeit unter dem Einfluss von BPA leiden.
Vorbeugen: BPA-frei kaufen
Um deine Belastung durch BPA so gering wie möglich zu halten, solltest du gezielt zu Produkten greifen, die klar als BPA-frei gekennzeichnet sind. Besonders im Lebensmittelbereich ist das ein wichtiger Schritt für deine Gesundheit. Mit bewussten Kaufentscheidungen kannst du im Alltag viel dazu beitragen, den Kontakt mit diesem problematischen Stoff zu reduzieren.