Aktualisiert am 17.08.2026
Was ist der Unterschied zwischen Frottee und Frottier? Frottee und Frottier unterscheiden sich vor allem in der Herstellung. Bei Frottee werden die Schlingen durch ein spezielles Effektgarn erzeugt, das in ein Grundgewebe eingearbeitet wird. Bei Frottier entstehen sie dagegen direkt beim Weben mithilfe eines zusätzlichen Kettfadensystems. Dadurch ist Frottier in der Regel dichter, voluminöser und strapazierfähiger.
Im Alltag werden die Begriffe Frottee und Frottier häufig synonym verwendet, denn optisch ähneln sich die beiden Stoffe stark. Entscheidend ist jedoch, wie ihre charakteristische Schlingenstruktur entsteht. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Oberfläche, Volumen, Saugfähigkeit und Verwendung.
Frottee vs. Frottier: die Unterschiede im Überblick
Der wesentliche Unterschied zwischen Frottee und Frottier liegt in der Herstellung der Schlingen. Während bei Frottee ein Effektgarn für die charakteristische Oberfläche sorgt, werden die Schlingen bei Frottier direkt während des Webprozesses gebildet. Die wichtigsten Unterschiede zeigt die folgende Übersicht:
| Eigenschaft | Frottee | Frottier |
|---|---|---|
| Herstellung | Flachgewebe mit eingearbeitetem Effektgarn | Gewebe mit zusätzlichem Kettfadensystem zur Schlingenbildung |
| Schlingen | Werden durch das verwendete Effektgarn erzeugt | Entstehen direkt beim Webprozess |
| Oberfläche | Eher flach und weniger voluminös | Dichter und voluminöser |
| Saugfähigkeit | Gut | In der Regel sehr gut |
| Strapazierfähigkeit | In der Regel geringer | In der Regel höher |
| Typische Verwendung | Verschiedene Heim- und Badtextilien | Handtücher, Badetücher und Bademäntel |
Was zeichnet Frottee aus?
Frottee ist ein Flachgewebe, in das ein spezielles Effektgarn eingearbeitet wird. Die kleinen Schlingen oder Noppen dieses Garns verleihen dem Stoff seine charakteristische Struktur und vergrößern seine Oberfläche. Dadurch kann Frottee Feuchtigkeit gut aufnehmen.
Häufig wird Frottee aus Baumwolle hergestellt, es sind jedoch auch Mischgewebe möglich. Im Vergleich zu Frottier ist der Stoff in der Regel flacher und weniger voluminös. Je nach Ausführung kann Frottee deshalb eine gute Wahl sein, wenn ein saugfähiges Textil mit einer weniger dichten und schweren Oberfläche gewünscht ist.
Was zeichnet Frottier aus?
Frottier zeichnet sich durch seine besondere Webtechnik aus. Neben der Grundkette kommt ein zusätzliches Kettfadensystem zum Einsatz, aus dem während des Webens die charakteristischen Schlingen entstehen. Bei Frottierhandtüchern befinden sich diese meist auf beiden Seiten. Die dadurch vergrößerte Oberfläche kann viel Feuchtigkeit aufnehmen.
Die dichte Schlingenstruktur macht Frottier in der Regel voluminöser und strapazierfähiger als Frottee. Gleichzeitig fühlt sich das Material je nach Frottierart weich, flauschig oder griffig an. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Frottier besonders häufig für Handtücher, Badetücher und Bademantel verwendet.
Welche Frottierarten gibt es?
Je nach Garn und Verarbeitung unterscheiden sich verschiedene Frottierarten in ihrer Oberfläche und ihren Eigenschaften:
- Walkfrottier besitzt weiche, lockere Schlingen. Durch eine spezielle Ausrüstung des Gewebes erhält es seinen besonders weichen, flauschigen und saugfähigen Charakter.
- Zwirnfrottier wird aus gezwirnten Garnen hergestellt. Dadurch entsteht eine festere und robustere Oberfläche. Handtücher aus Zwirnfrottier sind griffiger und können einen leichten Massageeffekt haben.
- Veloursfrottier zeichnet sich durch einen weichen, samtartigen Flor aus. Dafür werden die Schlingen auf einer Seite aufgeschnitten. Der Stoff fühlt sich besonders weich an, allerdings ist die Saugfähigkeit der aufgeschnittenen Seite geringer als bei einer geschlossenen Schlingenoberfläche. Veloursfrottier wird unter anderem für Bademäntel verwendet.
Was bedeutet das Gewicht bei Frottier?
Bei Frottierhandtüchern wird häufig das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. Es gibt einen Hinweis darauf, wie leicht oder schwer und voluminös ein Handtuch ausfällt:
- 350 bis 499 g/m²: eher leicht und handlich
- 500 bis 599 g/m²: mittleres Gewicht und ausgewogenes Verhältnis zwischen Volumen und Handhabung
- ab 600 g/m²: schwer und besonders voluminös
Ein höheres Flächengewicht bedeutet dabei nicht automatisch eine höhere Qualität. Auch das verwendete Material, die Garnqualität und die Verarbeitung beeinflussen die Eigenschaften eines Handtuchs.
Was ist besser für Handtücher: Frottee oder Frottier?
Für klassische Handtücher ist Frottier in der Regel die bessere Wahl. Die beim Weben erzeugten Schlingen sorgen für eine große Oberfläche, sodass Frottier viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Gleichzeitig ist das Gewebe meist voluminös und strapazierfähig – Eigenschaften, die bei Handtüchern im täglichen Gebrauch besonders gefragt sind.
Frottee kann ebenfalls saugfähig sein, ist im Vergleich jedoch meist flacher und weniger voluminös. Wer ein klassisches, flauschiges Handtuch für Bad oder Dusche sucht, greift daher häufig zu Frottier. Entscheidend für die tatsächliche Qualität sind neben der Gewebeart jedoch auch das verwendete Material, das Flächengewicht und die Verarbeitung.
In unserer Auswahl finden Sie Handtücher in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Designs.
Fazit: Frottee und Frottier unterscheiden sich vor allem in der Herstellung
Frottee und Frottier werden im Alltag häufig synonym verwendet, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herstellung. Bei Frottee erzeugt ein spezielles Effektgarn die Schlingen oder Noppen. Bei Frottier entstehen die Schlingen dagegen direkt während des Webens durch ein zusätzliches Kettfadensystem.
Frottier ist dadurch in der Regel dichter, voluminöser und strapazierfähiger und eignet sich besonders gut für Handtücher, Badetücher und Bademäntel. Frottee fällt meist flacher aus, kann Feuchtigkeit aber ebenfalls gut aufnehmen. Welcher Stoff die bessere Wahl ist, hängt daher vor allem vom gewünschten Einsatzzweck ab.